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Fruchtfliegen bekämpfen

Wir alle kennen sie: Die kleinen Fruchtfliegen, die scheinbar aus dem Nichts auftauchen, wenn wir in der Küche reifes bzw. überreifes Obst lagern. Wie eine Schar gefräßiger Heuschrecken schwirren sie um das Obst herum. Eine Einzige kann man vermutlich verscheuchen. Jedoch ist es eine ganz andere Angelegenheit, wenn sie in Massen auftreten und einfach nicht zu bekämpfen sind. Dabei ist es ganz klar, dass man sie schnell loswerden möchte. Die Frage ist nur WIE?

Natürlich stellen sich an diesem Punkt noch ein paar weitere Fragen, die natürlich beantwortet werden sollen. So ist die erste: Woher kommen sie eigentlich, die Fruchtfliegen? Wo reifes und überreifes Obst, sind sie nicht fern. Kein Wunder, legen sie doch mit Vorliebe ihre Eier in den weich werdenden Früchten ab. Auch Getränkereste, die in einer Tasse verblieben sind oder auch im Gulli nicht vollständig weggespült werden, sind sie schnell zu finden. In den meisten Fällen ist es nicht einmal die Schuld der Hausfrau selber, dass sich diese ungeliebten Gäste nun im Haus aufhalten. Sehr oft sind sie bereits im Obst, das im Supermarkt oder beim Obst- und Gemüsehändler gekauft wurde. Die Eier werden ja im weichen Obst abgelegt. Man sieht sie aber nicht. Da die Eier nur einen Tag bis zum Schlüpfen der Larven benötigen, hat man fast keine Chance, ihnen zu entkommen. Die Larven leben ebenfalls von den überreifen Früchten, sodass sie, wenn man nicht konsequent jedes angeschlagene Obst vernichtet, fünf Tage lang Zeit haben, um sich dick und satt zu fressen, bevor sie sich verpuppen. Diese Phase dauert eine Woche an. Danach erleben wir die Geburt der nächsten Generation von Fruchtfliegen. Und immer so weiter. Es ist ein Kreislauf, der durchbrochen werden muss, damit die Fruchtfliegen Vergangenheit werden. Eine Fruchtfliege kann in ihrem Leben bis zu 400 Eier legen. Es ist also sehr wichtig, der Ursache für den Befall auf den Grund zu gehen und die Ursache zu beseitigen, um ihnen Einhalt zu gebieten.

Es ist erstaunlich, dass die Fruchtfliegen uns heute so zusetzen können. Denn sie sind eine recht junge Spezies. In der deutschsprachigen Literatur erscheint sie erst um 1960 auf. Jedoch gibt es Aufzeichnungen von 1830 von Johann Wilhelm Meigen, der sie zu diesem Zeitpunkt erstmals beschrieb. Sie gehört zur Familie der Taufliegen. Bereits 1901 wurde sie zum ersten Mal zum Forschungsobjekt und ist seither immer wieder ein beliebter Versuchsorganismus.

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Welche Arten von Fruchtfliegen gibt es?

Auch wenn es weltweit betrachtet insgesamt 3.000 Arten der Fruchtfliegen gibt, haben wir hier das Glück, dass in unseren Breitengraden nur etwa 50 heimisch sind. Sie werden unterschieden in Wildarten, die aus ökologischen Zusammenhängen an Gehölze gebunden sind, und Kulturfolger. Letztere haben sich an die menschlichen Gepflogenheiten angepasst. Sie leben unter anderem im Kompost und überall dort, wo Früchte gelagert werden und Fruchtsäfte gären können. Außerhalb menschlicher Siedlungen können die Kulturfolger keine dauerhaft bestehende Populationen aufbauen. Unter anderem gehören folgende Unterarten zu denen, mit denen wir es zu tun haben:

  • Drosophila melanogaster
  • Sophophora simulans
  • Drosophila funebris
  • Drosophila busckii
  • u.v.m.

Natürlich wird immer wieder gefragt „Woher kommen Fruchtfliegen?“ und „Wie entstehen Fruchtfliegen?“ Da sie weltweit vertreten sind, ist die Frage mehr, wo finden wir Eier von Fruchtfliegen oder ihre Larven, sodass wir einem Befall entgegenwirken können. Beides kann leider mit jedem frischen Obst eingeschleppt werden. Ein sofortiges Abwaschen kann hier vorbeugen.

Welchen Schaden können Fruchtfliegen anrichten?

Fruchtfliegen laufen sowohl auf den Nahrungs- als auch ihren Brutuntergründen. Dadurch sind sie in der Lage, Bakterien oder andere Krankheitserreger von einem Untergrund auf den anderen zu übertragen. Je stärker der Befall mit Fruchtfliegen, desto größer ist also die Wahrscheinlichkeit, dass sich Bakterien und Keime stark vermehren.

Die besten Hausmittel gegen Fruchtfliegen im Test

Natürlich möchte man, bevor sich eine Fruchtfliegen Plage zusammenbraut, den Feind bereits früh bekämpfen. Doch ist es die Frage, ob gleich bei der ersten Fruchtfliege chemische Mittel gegen Fruchtfliegen eingesetzt werden sollten. Man darf nicht vergessen, dass sie den Nachteil mit sich bringen, auch andere Insekten, die sich im Umkreis befinden, zu töten. Daher sollte man sich beim Entdecken von Fruchtfliegen zunächst einmal mit einem Hausmittel gegen Fruchtfliegen in der Küche behelfen. Schauen wir uns die besten einmal an. Allerdings sollte man sich zunächst einmal bewusst machen, dass es eine Ursache gibt, weshalb sich die Fruchtfliegen eingefunden haben. Dies kann ein leere, aber nicht verschlossene Limo-Flasche oder auch ein herab gefallenes und vergessenes Stück Obst sein. Diese Ursachen müssen entfernt werden. Es ist ein Küchengroßputz zu empfehlen, um sicher zu stellen, dass tatsächlich alles blitzerein und zumindest für den Augenblick kein Lockmittel für die Insekten vorhanden ist. Übrigens: Auch der Biomüll ist ein Festplatz für die kleinen Plagegeister. Der Deckel des Biomülleimers sollte also immer gut verschließbar sein. Zudem ist er regelmäßig zu leeren und auch zu reinigen. Dies gilt auch, wenn Biomülltüten verwendet werden.

Die Fruchtfliegenfalle selber machen

Wer sich die Zeit nehmen möchte, kann die Fruchtfliegenfalle leicht selber machen. Hierzu gibt es unterschiedliche Optionen.

  • Die klassische Essig Variante: Die folgenden Komponenten werden zusammengemischt – 1 Teil Obst- oder Weinessig, 3 Teile Obstsaft, Wein oder Bier, 2 Teile Wasser, 1 Tropfen Geschirrspülmittel. Alles wird gut zusammengemischt, wobei das Wasser als letztes zugegeben wird. Durch den Tropfen Spülmittel wird die Oberflächenspannung aufgebrochen. Landet nun ein Tier darauf, versinkt es und ertrinkt. Diese Mischung sollte jeden Tag erneuert werden, um ihre volle Wirkung zu behalten.
  • Obst in der Tüte: Man nehme eine flache, am besten gelbe Schale. Geld zieht die Fruchtfliegen am besten an. Auf diese wird nun ein Stück Obst gelegt, das leicht mit Spülmittel beträufelt wird. Das Ganze stecke man in eine Plastiktüte, die mit einem straffen Faden fest verschlossen wird. Nun kann man mit einer Gabel Löcher in die Tüte stechen oder ein kleines Stück der Spitze abschneiden. Dies geschieht, damit die Tiere ihren Weg ins Innere der Tüte finden. Dort angekommen kommen sie unweigerlich mit dem Spülmittel in Berührung. So sind sie nicht mehr in der Lage, den Ausgang zu finden. Der Vorteil dieser Fruchtfliegenfalle ist die längere Haltbarkeit. Durch die Plastiktüte kann man sehen, wann sich zu viele Tiere angesammelt haben bzw. das Obststück erneuert werden muss.
  • Obst unter dem Glas: Dies entspricht im Groben der Variante „Obst in der Tüte“. Allerdings wird die Plastiktüte durch ein kleines Glas ersetzt, das über das Obststück gestülpt wird. Damit die Fliegen hinein können, wird ein kleines Stück Holz, etwa ein Streichholz oder ein Stück Bleistift unter den Glasrand gelegt. Die Wirkung ist dieselbe. Lediglich das leidlich Plastiktütchen entfällt. Ein weiterer Beitrag für die Umwelt!
  • Fruchtfliegen fangen mit der CD: Ein Glas wird mit der bereits erwähnten Saft-Essig-Wasser-Spüli-Mischzung bis zur Hälfte gefüllt. Die CD wird nun mit der glänzenden Seite nach oben auf dem Glas befestigt. Das Mittelloch bleibt als Einflug für die Fruchtfliegen offen. Die flüssige Mischung tut nun ihr Übriges.
  • Eimer mit Faulobst: Diese Fangmethode ist etwas drastisch, wirkt aber dafür sofort. Nehmen Sie einen mit leicht fauligen Äpfeln oder Obstresten befüllten Eimer und stellen Sie diesen in die Küche. Die Fruchtfliegen werden sich schnellstens zu diesem Festmahl begeben. Nach knapp 30 Minuten können Sie den Eimer mit einem Tuch abdecken und nach draußen bringen, zum Kompost oder zur Biotonne. Dort werden die Fruchtfliegen freigelassen. Sie haben dort ausreichend Nahrung. Haben Sie es tatsächlich mit einem massiven Befall in der Küche zu tun, ist diese Vorgehensweise mehrfach zu wiederholen, bis endlich alle Fruchtfliegen nach draußen verbracht wurden.
  • Die Falle für Fruchtfliegen aus einer PET-Flasche: Das obere Drittel einer sauber ausgespülten PET-Flasche wird so gerade wie möglich abgeschnitten. Nun füllt man die bekannte Saft-Spüli-Wasser-Mischung zu einem Drittel in die untere Flaschenhälfte gefüllt. Achtung: Das Spüli darf hierbei nicht aufschäumen! Nun setzt man das abgeschnittene Drittel der Flasche mit dem Flaschenhals nach unten auf den anderen Teil.Zuvor wird der Flaschenhals noch mit Marmelade oder ähnlich Leckerem für die Fruchtfliegen bestrichen. Beim Versuch, an das Leckere zu gelangen, werden die Fliegen in die Flüssigkeit fallen, aus der sie sich bekanntlich nicht wieder befreien können.
  • Eine Falle für Fruchtfliegen ohne Gefäß: Auch diese ist möglich. Denn gerade im Sommer ist es nicht jedermann recht, offene Saft-Schalen oder ähnliches herumstehen zu haben. Daher kann beidseitiges Klebeband verwendet werden. Es wird in der Küche an einem passenden Platz, natürlich in der Nähe des Befalls, an die Wand geklebt. Die offene Klebeseite wird mit dem Saft-Wasser-Spüli-Gemisch dünn bestrichen. Die Fliegen werden vom Geruch angelockt und bleiben folgerichtig am Klebeband hängen.

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Fruchtfliegen vorbeugen

Ja, auch in Bezug auf die Fruchtfliegen kann auf Prävention gesetzt werden. Denn wo keine Anziehung vorhanden ist, werden sich auch keine Fruchtfliegen aufhalten. 100%ig ist diese Methode allerdings nicht. Denn wie wir bereits festgestellt haben, werden sie auch durch die Einkäufe eingeschleppt. So können die folgenden Maßnahmen zwar durchgeführt werden, dennoch ist es wichtig, beim Einkaufen ein besonderes Augenmerk auf die Ware zu legen. Falls es möglich ist, sollten die frischen Einkäufe in Kühltaschen nach Hause verbracht werden. Kühltaschen verhindern die Vermehrung der Insekten während des Transports. Zu Hause können die Waren dann entweder gut abgewaschen oder sofort verarbeitet werden. Auch wenn sie anschließend im Kühlschrank aufbewahrt werden, sollte so sorgfältig wie möglich mit ihnen umgegangen werden. Befinden sich bereits Fliegeneier oder Larven darin, würden diese nämlich leider auch die kühlen Temperaturen überleben und beim späteren Warmwerden ihre Entwicklung fortsetzen.

  • Beschädigtes oder angeschnittenes Obst ist ausschließlich im Kühlschrank aufzubewahren.
  • Frisches Obst sollte unter einem Fruchtfliegengitter, das im Handel erhältlich ist, aufbewahrt werden. So kommen sie gar nicht erst an die frischen Früchte heran.
  • Der Korb mit frischem Obst auf dem Küchentisch ist täglich zu inspizieren, damit angeschlagenes oder überreifes Obst aussortiert werden kann.
  • Obst sollte niemals neben Tomaten aufbewahrt werden, weder in der Küche noch im Kühlschrank. Neben Tomaten wird der fortlaufende Reifungsprozess verstärkt, was zum schnelleren Verderben der Früchte führt.
  • Im Sommer ist es vorteilhaft, den Mülleimer der Küche zweimal täglich zu entleeren.
  • Getränke, egal welcher Art, sollten grundsätzlich abgedeckelt werden.
  • Die sofortige Reinigung von Trinkgläser wird dringend empfohlen.
  • Hat man mit Frucht- oder Gemüsesaft gekleckert, sind die Spritzer sofort aufzuwischen.
  • Getränke- und Obstdosen sind vor dem Werfen in den Abfalleimer einmal gut auszuspülen.
  • Obst- und Gemüseabfälle sind ausschließlich auf dem Kompost oder in der Biotonne zu entsorgen.
  • Befindet sich ein Komposthaufen im Garten, ist darauf zu achten, dass sich dieser nicht in direkter Nähe zum Haus befindet.
  • Um den Abfluss sauber zu halten, sollte ein- bis mehrmals täglich, kochendes Wasser in die Spüle gegossen werden.
  • Mehrmals täglich gut lüften, am besten mit Durchzug. Diesen vertragen Fruchtfliegen überhaupt nicht, da sie aufgrund ihres Gewichtes mit dem Wind hinaus getragen werden.

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Mit der Kraft der Düfte

Wir haben gelernt, dass sich Fruchtfliegen von unterschiedlichen Gerüchen angezogen fühlen. Hierzu gehören neben dem Essiggeruch auch die Gerüche von Bier, Saft, Wein, reifem Obst und Gemüse. Im Umkehrschluss gibt es daher auch Gerüche, die die Fruchtfliegen abstoßen. Dieses Wissen kann genutzt werden, um die Insekten von vornherein auf Abstand zu halten.

  • Getrocknetes Olivenkraut: Es kann leicht in Stoffsäckchen verpackt werden, die an verschiedenen Stellen in der Küche aufgehängt werden.
  • Werden Kastanien zwischen das Obst in die Obstschale auf dem Küchentisch gelegt, finden sich keine Fruchtfliegen ein.
  • Frische Zwiebeln zwischen das Obst gelegt erzielt die gleiche Wirkung.
  • Das Küchenfenster kann mit Pfefferminz- und Lavendelpflanzen geschmückt werden. Sie halten nicht nur Fruchtfliegen fern.
  • Basilikum lässt sich leicht in Töpfen ziehen. Diese sollten am besten über das ganze Haus verteilt werden, um die bestmögliche Wirkung zu erzielen. Basilikum gegen Fruchtfliegen ist ein „Omas Hausmittel Rezept gegen Fruchtfliegen“. Es ist altbewährt und daher immer wieder gerne eingesetzt.
  • Der Duft von Tomatenpflanzen vertreibt ebenfalls die Plagegeister.
  • Spicken Sie eine Zitronenscheibe mit Nelken und legen Sie diese aus.

Weitere Tipps

Des weiteren besteht natürlich die Option, alle Fenster mit engmaschigen Fenstergittern zu versehen. Sicherlich kommen die Fruchtfliegen dann nicht mehr ins Haus. Leider leiden dadurch aber auch die Optik und der Lichteinfall.

Auch fleischfressende Pflanzen können den Fruchtfliegen zu Laibe rücken. Sonnentau und die Venusfalle sind jedoch sehr pflegeintensiv, weshalb viele Gartenfreunde diesen Einsatz scheuen. Das Fettkraut hingegen ist recht anspruchslos und liebt diese kleinen Fliegen sehr. Zudem ist es in der Blütezeit von Mai bis August mit seinen rosa-lila Blüten sehr dekorativ.

Welche Produkte kann man gegen Fruchtfliegen kaufen?

Verschiedene Optionen stehen zur Verfügung, um Fruchtfliegen loswerden zu können. Die Fruchtfliegenfalle bauen zu müssen – nein, das ist wirklich nicht notwendig. Wer jedoch zu den im Handel angebotenen Mitteln greift, sollte sich zunächst überlegen, ob er die Fruchtfliegen fangen und dabei töten möchte oder ob ihm eine Lebendfalle lieber ist, sodass er sie später im Freien wieder aussetzen kann. Beide Varianten stehen zur Verfügung.

  • Gelbsticker: Hierbei handelt es sich um eine Leimfalle. Die Insekten werden von der Farbe angezogen und bleiben am Sticker kleben.
  • Fruchtfliegen-Lebensfalle: Diese wird von verschiedenen Herstellern angeboten. Das Prinzip ist jedoch gleich. Es handelt sich um eine trichterförmige Falle, aus der die Fliegen nicht wieder herausfinden, jedoch am Leben bleiben. Wird die Falle ein bis zwei Mal täglich im Freien, weit vom Haus entfernt, ausgeleert, suchen sich die Fruchtfliegen einen anderen Ort zur Nahrungssuche. Die Fruchtfliegen entfernen sich also vollständig vom Haus. Sie werden in Keramik oder Plastik angeboten. Die Ausführungen gehen von einfach und unauffällig bis hin zur kunstvoll gestalteten Frucht aus Kunststoff, die auch mitten auf dem Küchentisch noch gut aussieht. Das Beste an dieser Variante ist die ungiftige Entsorgung sowie die Vereinbarkeit mit Kindern, die im Haushalt leben.
  • Lockstoffe: Auch mit Klebestreifen, die per Lockstoff die Fruchtfliegen anziehen, kann die Population der Insekten schnell verringert werden. Die Klebestreifen werden in der Küche angebracht, sodass sie stets vor Ort sind. Sie wirken sehr zuverlässig.
  • Der Obstfliegenvernichter: Es handelt sich hierbei um ein elektrisch betriebenes Gerät, ähnlich den elektrischen Fliegenfängern. Es bedarf einer Steckdose, um ihn in Betrieb zu nehmen. Daher ist er ausschließlich für Innenräume geeignet.
  • Fensterfliegenfalle: Dieses kleine Dreieck wird in einer Fensterecke befestigt. Es verfügt über eine kleine Öffnung und ist mit Giftstoff gefüllt.
  • Fliegenfänger Rollen: Die klebrigen Fliegenfänger sind zwar sehr effektiv, aber optisch nicht überzeugend. Da sie nicht 100% wärmebeständig sind, sollten sie nur in kühleren Bereichen der Küche zum Einsatz kommen.

Natürlich ist es möglich, im Rahmen dieser Möglichkeiten auch Fruchtfliegen Spray einzusetzen. Nochmals sei aber daran erinnert, dass man noch unzählige andere Insekten sowie alle im Haus befindlichen Menschen und Tiere ebenfalls das giftige Spray einatmen werden.

Fruchtfliegen im Bad

Leider kann es passieren, dass sich Fruchtfliegen auch im Badezimmer ausbreiten. Grund dafür können die Duftstoffe sein, die in Kosmetika enthalten sind. Das Vorgehen sollte wie im Küchenbereich sein: Penible Sauberkeit und natürlich das Aufstellen von Fruchtfliegenfallen.

Fruchtfliegen in der Blumenerde?

Nein, in der Blumenerde gibt es keine Fruchtfliegen. Allerdings sind dort so genannte Trauermücken. Sie lieben nasse bzw. sehr feuchte Erde und vermehren sich eben so schnell wie die Fruchtfliegen. Allerdings sind sie ein sehr guter Indikator für übermäßiges Gießen und kühle Räume. Gerade im Winter kann dies zu einem starken Befall von Trauermücken führen.

Wie lange leben Fruchtfliegen?

Die Lebensdauer von Fruchtfliege beträgt durchschnittliche zwei bis acht Wochen. Dies ist insbesondere von den Lebensbedingungen abhängig. Werden sie entdeckt und die entsprechenden Maßnahmen unternommen, verkürzt sich ihre Lebenszeit erheblich.

Woher kommen Fruchtfliegen ohne Obst?

Ohne Obsteinkäufe, die für einen Befall sorgen könnten, kommt es doch häufig vor, dass die Fruchtfliegen gewissermaßen im Vorbeiflug zum Fenster hineinkommen. Sie werden angelockt, etwa von Obstdüften oder essighaltigen Gerichten. Aus diesem Grunde ist es wichtig, die Küche gerade in den Sommermonaten übermäßig sauber zu halten. Je weniger Ursachen vorhanden sind, desto uninteressanter finden die Insekten die Wohnung.

Kann eine fleischfressende Pflanze gegen Fruchtfliegen helfen?

Geht man von einem geringen Befall aus, kann die fleischfressende Pflanze durchaus hilfreich sein. Mit einem größeren Befall steigt auch die Anzahl der benötigten Pflanzen. Zudem ist der Anbau dieser Pflanze, mit Ausnahme des Fettkrauts, sehr speziell.

Unterschied Fruchtfliege – Trauermücke

Sie sehen sich sehr ähnlich, auch wenn die Fruchtfliege zu den Fliegenartigen gehört, die Trauermücke hingegen zur Art der Mücken. Allerdings können sie relativ leicht durch ihren Aufenthaltsort unterschieden werden. Die Trauermücke hält sich vorwiegend in und an Blumentöpfen auf. Die Fruchtfliege hingegen hält sich überall dort auf, wo Nahrungsrest und offene Getränke zu finden sind. Genau davon ernährt sie sich auch. Die Trauermücke ernährt sich von kleinen, feinsten Wurzeln der Topfpflanzen. Auch die Art der Falle gibt Aufschluss darüber: Tiere, die in einer flüssigen Saft-Essig-Falle ertrinken, sind Fruchtfliegen. Die gelben Leimfallen hingegen locken vorwiegend Trauermücken an. Befinden sich viele Fruchtfliegen an ihnen, ist der Befall schon sehr groß. Es besteht also akuter Handlungsbedarf.

Was gibt es noch über Fruchtfliegen zu wissen?

Fruchtfliegen im Winter sind nicht unbedingt eine Überraschung. Daher gilt es Obst und Gemüse im Kühlschrank aufzubewahren. Auch Kartoffel- und Zwiebelvorräte sollten regelmäßig überprüft werden, da faulige Früchte wieder die Fruchtfliege auf den Plan rufen.

Grundsätzlich gelten die gleichen Tipps und Tricks, die man auch in den Sommermonaten anwendet.

Fazit:

Fruchtfliegen sind unangenehme Plagegeister, die bei einem schlimmen Befall auch Bakterien übertragen können. Leider können sie jederzeit durch frisch gekauftes Obst eingeschleppt werden. Jedoch ist es relativ einfach, der Invasion Herr zu werden. Es gehört nur ein wenig Konsequenz und Disziplin dazu. Ist beides gegeben, steht einem fruchtfliegenfreiem Leben nichts mehr im Wege.

 

Quellen & Interessante Links:

https://www.welt.de/kmpkt/article165952882/Wie-Fruchtfliegen-entstehen-und-wie-du-sie-wieder-los-wirst.html